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Projekttraeger

BIOKON und Bionik auf der
Langen Nacht der Wissenschaften in Berlin 2005



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Fachgebiet Bionik und Evolutionstechnik der TU Berlin zur Langen Nacht der Wissenschaften 2005

Bionik ist das Studium von Ergebnissen der biologischen Evolution aus der Sicht des Ingenieurs. Das Jahrmillionen andauernde Experiment hat nachweislich optimale Lösungen hervorgebracht. Es gilt, dieses Reservoir der Natur für zukünftige technische Lösungen zu nutzen. In den Labors des Fachgebiets Bionik und Evolutionstechnik wurden gezeigt:

  • Die Nutzung von aerodynamischen Tricks des Vogelflügels im Flugzeugbau von Morgen: Flügelauffingerung für Multiwinglets, Deckfedern als Ablösebremsen, Daumenfittich zur Strömungsbegradigung. Es wurden Vorführungen am Windkanal durchgeführt.
  • Optimierung technischer Systeme nach Prinzipien der biologischen Evolution: Künstliche Evolution im Labor (Tragflügel, Düse, Rohrumlenkung, Kugelrollbahn, Farbkomposition). Computer gestützte Evolutionsexperimente (Luftschiffkörper, Brückenkonstruktion, Schwarmkonfiguration, Linsenkonstruktion). Es konnten interaktive Evolutionsexperimente am Computer durchzuführen werden.
  • Konstruktion ultraleichter Mikro-Air-Vehikel: Leichtbau, aerodynamische Konstruktion. Es sind regelmäßig Flugvorführungen gestartet worden.
  • Analyse der Haut von Wünstensandfischen (Scincus scinus) als Vorbild für reibungs- und verschleissoptimaler Oberflächen. Zu sehen warn Sandfische im Terrarium, Vorführung der Reibungsmessungen und Modelle zur Veranschaulichung der Wirkmechanismen.
  • Humanoider Muskelroboter mit künstlichen Muskeln ZAR4x: Ausstellung und Vorführung eines humanoiden Roboterarms mit künstlichen Muskeln.
  • Konstruktion von Greifzeugen und Stuhllehnen nach dem Prinzip der Fischflosse (Fin-Ray). Es bestand die Möglichkeit, Prototypen selbst auszuprobieren.
  • Vom gespreizten Vogelflügel zur Konzentrator-Windturbine - die Entdeckung, dass die Wirbelspule am aufgespreizten Vogelflügel einen Strömungsbeschleuniger bildet, führte zur Konstruktion eines funktionierenden Windkonzentrators. Die Konzentrator-Windturbine ist eine Kraftmaschine, die Leistung aus der Drehzahl und nicht aus den Kräften bezieht. Es wurden Vorführungen an einer Modellanlage durchgeführt.
  • Fischschleim, Haifischschuppe und Delfinhaut - Biologische "Tricks" der Widerstandsverminderung. Zum Studium dieser Phänomene wurde ein 9 m hohes "gläsernes" Fallrohr errichtet, in dem der nach biologischem Vorbild gestaltete Strömungskörper schwerkraftgetrieben abwärts gleitet. Wieder Vorführung von Versuchen am laufenden Band.
  • Pinguine und Polarbionik - Energetik des Lebens in der Extreme als Vorbild für die Technik. Es wurden Modelle präsentiert.
  • Solare Energiegewinnung - Photobiologische Wasserstoffproduktion in der Sahara (Projekt ArBAS). Ausstellung von Versuchsapparaturen.

Die Präsentation des Fachgebiets ist gegliedert in eine Führung (ca. 20 min) mit anschließender Möglichkeit mit den Wissenschaftlern vertiefende Gespräche zu führen.

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