Bionische Lehre am Standort Aachen, RWTH
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Ringvorlesung Bionik I (WS), wöchentlich 2 VL, 1 Ü:
Grundlagen und Methoden aus Biologie und Technik
In dieser Vorlesung und den begleitenden Übungen werden die Begrifflichkeiten der beteiligten
Institute/Fachrichtungen eingeführt und damit eine gemeinsame sprachliche Basis geschaffen.
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Fachrichtung |
Vortragender, Institut |
| 1 |
Biologie |
Luksch, Biologie II
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| 2 |
Neurobiologie |
Luksch, Biologie II
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| 3 |
Neurophysiologie |
Luksch, Biologie II
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| 4 |
Maschinenbau 1 |
Stoffel, Institut Allgemeine Mechanik
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| 5 |
Maschinenbau 2 |
Stoffel, Institut Allgemeine Mechanik
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| 6 |
Maschinenbau 3 |
Stoffel, Institut Allgemeine Mechanik
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| 7 |
Elektrotechnik 1 |
Vorländer, Institut Technische Akustik
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| 8 |
Elektrotechnik 2 |
Lenz, Institut Technische Akustik
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| 9 |
Elektrotechnik 3 |
Schnakenberg, Werkstoffe der Elektrotechnik
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| 10 |
Biophysik 1 |
Offenhäuser, Forschungszentrum Jülich
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| 11 |
Informatik 1 |
Seidl, Institut für Datenmanagement und Exploration
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| 12 |
Informatik 2 |
Lakemeyer, Institut für Informationssysteme
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| 13 |
Biophysik 2 |
Offenhäuser, Forschungszentrum Jülich
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Ringvorlesung Bionik II (SS), wöchentlich 2 VL, 1 Ü:
Aufbauend auf die Vorlesung im Wintersemester werden in dieser Ringvorlesung konkrete Probleme und
ihre biologischen wie auch technischen Realisierungen thematisiert.
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Problem |
Biol. Realisierung |
Techn. Realisierung |
Vortragender, Institut |
| 1 |
Sehen |
Retina |
Retinal Implantat |
Luksch, Biologie II |
| 2 |
Faserverbund-werkstoffe |
Naturfasern |
Verbundwerkstoffe |
Gries/Stüve/Veit, Textiltechnik |
| 3 |
Schalllokalisation |
Grille |
Robotik |
Wagner, Biologie II |
| 4 |
Flug |
Insekten/Vögel |
Microvehicles |
Wagner/Brücker, Biologie II/Aerodynamik |
| 5 |
Bewegung in 3D |
Motorcortex |
Ableitungen |
Disselhorst-Klug, Biophysikalische Messtechnik |
| 6 |
Spracherzeugung |
Stimmgebung |
Stimm- und Spracherzeugung |
Kob/Kroeger, Phoniatrie |
| 7 |
Dämpfung |
Bandscheibe |
Bandscheibenmodell |
Butenweg/Grunendahl, Baustatik |
| 8 |
Optimierung |
Evolution |
Genetische Algorithmen |
Guo, Mathematik C |
| 9 |
Sauerstoffver-sorgung von Zellen |
Durchblutetes Gewebe |
Bioreaktor mit immobilisierten Zellen |
Büchs, Bioverfahrenstechnik |
| 10 |
Spiegelauge |
Insektenauge |
Röntgenfokussierung |
Wagner, Biologie II |
| 11 |
Hybride Systeme I |
Zentrales Nervensystem |
Intelligente Implantate |
Mokwa, Elektrotechnik |
| 12 |
Hybride Systeme II |
Peripheres Nervensystem |
Nervenstecker |
Mey, Biologie II |
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Seminar Bionik (SS), wöchentlich 2 Ü:
Das Seminar wird als Diskussionsseminar gehalten, d.h. dass alle Teilnehmer bereiten die Texte vor,
die Inhalte werden moderiert durchgesprochen und anschließend diskutiert.
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| 1. |
Einführender Artikel: W. Nachtigall "Bionik" (1998 Springer) Kapitel 1 und 2, (ca 22 Seiten, viele Abbildungen), Themenwahl. |
| 2. |
Selbstreinigende Oberflächen: Lotoseffekt |
| 3. |
Oberflächenmikrostruktur und Effekte auf Strömungswiderstand (Wie funktioniert die Haihaut?) |
| 4. |
Ein klassische Beispiel der Bionik: Konstruktionsprinzipien bei Vogel- und Insektenflügeln |
| 5. |
Evolutive Algorithmen |
| 6. |
Robotik / embodiment |
| 7. |
Neuromorphic modelling |
| 8. |
Hybride Schaltkreise aus Nervenzellen und Silizium |
| 9. |
Retina-Implantate: silicon retina |
| 10. |
Hörprothesen, Hirnstammstimulationen |
| 11. |
Neurone steuern Roboterarme / Computer steuern Muskeln, Brain Computer Interfaces |
| 12. |
Zusammenfassender Rückblick über das Seminar |
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Blockpraktikum Neurobionik (4 wöchig, ganztägig)
"Modellierung binauraler Verarbeitung", 1 Woche
(Prof. Wagner und Laurent Calmes, Institut für Biologie II)
Schleiereulen sind in der Lage, akustische Signale extrem präzise zu lokalisieren. Die auditorischen
Mechanismen sind im Tier bereits gut untersucht und können auch technisch modelliert und auf
verschiedene Plattformen implementiert werden. Im Praktikum wird eine Umsetzung des Prinzips
programmiert und auf einem Roboter installiert, dessen „Verhalten“ dann registriert wird.
"Biohybrid-Technik", 2 Wochen
(T. Künzel, N. Lautemann, B. Mönig, H. Luksch und P. Bräunig, Institut für Biologie II)
In diesem Teil werden die Teilnehmer Verfahren kennenlernen, mit denen neuronale Zellkulturen
gezielt aufgebaut werden können. Dabei werden zuerst allgemeine Kulturverfahren besprochen und
angewendet und anschliessend selektiv einzelne Zielzelltypen aus den Geweben isoliert
(Dichtegradientenzentrifugation, Magnetsäulentechnik, Vormarkierung). Darüber hinaus werden die
biophysikalischen Grundlagen der Interaktion besprochen (Zellmembranen, elektrische Eigenschaften
der Zellen, Konditionierung der Trägermaterialien, Produktion mikrostrukturierter Kulturoberflächen
etc.).
In einem zweiten Teil werden die kultivierten Zellen dann mit elektrophysiologischen Methoden
abgeleitet, d.h. die elektrische Aktivität bei Stimulation registriert und die Reifung der Neuronen
dokumentiert. Ebenso werden immunhistochemische Verfahren zur Untersuchung charakteristischer
Proteine angewendet.
"Beispiele bionischer Forschung in Aachen und Jülich", 1 Woche
(N.N.)
Zusätzlich werden alle Teilnehmer gemeinsam während einer Woche in verschiedenen Instituten der
RWTH einen Einblick in Anwendungen und Beispiele bionischer und neurobionischer Forschung erhalten.
Die beteiligten Institute kommen aus der Elektrotechnik, dem FZ Jülich und der Biologie.
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