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Bionik in den Schulen


Nachfolgend sind alle Standorte in Deutschland aufgelistet, an denen man aktuell oder in naher Zukunft Bionik und/oder ähnliche Fachrichtungen an Schulen angeboten wird. Wenn Sie Veranstaltungen mit Bezug zur Bionik an Ihrer Schule anbieten, informieren Sie uns bitte mit einer kurzen Beschreibung und evtl. Links. Wir werden dann diese Informationen auf unserer Webseite veröffentlichen (E-Mail an schule@biokon.net).

Berlin, METEUM


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PROFI VON ANFANG AN - Bionik

In den Experimentierkursen "Profi von Anfang an" können Jugendliche ab zwölf Jahren im METEUM, der technischen Kinder- und Jugendakademie des TJP e.V., gemeinsam forschen und an Beiträgen für Jugend forscht arbeiten. Die Bionik steht jeden Donnerstag als Thema im Zentrum, denn die "Erfindungen" der Natur sind oft die Basis für innovative Technologien. Der Grund ist, dass die Natur im Verborgenen unermüdlich experimentiert und optimiert. So ist sie dem Menschen in vielen Dingen weit voraus. Wie können wir diesen Ideenreichtum nutzen? Im fachübergreifenden Forschungbereich Bionik gehen Jugendliche ab zwölf Jahren dieser Frage nach. Das METEUM bietet Raum für gemeinsame Experimente und Forschungsarbeiten. Die NachwuchsforscherInnen lernen beispielsweise das Verhalten tierischer Schwärme kennen und bauen natürliche Konstrukte mit hoher Stabilität nach. Um Anmeldung wird gebeten.

Zielgruppe: Jugendliche ab 12 Jahre
Leitung: Dirk Wischhusen
Termin: jeden Do 16 bis 18 Uhr, außer in den Ferien
Ort: METEUM, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin, Raum 113 (im FEZ-Berlin)

Auch für Schulklassen haben wir Projekte, die Sie unter www.meteum.de (Menüpunkt FÜR SCHULEN > Bionik) einsehen können.

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Bionik und deren Bedeutung für eine zukunftsorientierte naturwissenschaftlich-technische Bildung

Über drei Milliarden Jahre evolutionärer Naturprozesse bringen biologische Strukturen von überströmender Fülle und nahezu unübersehbarer Diversität hervor, die sich als Gestaltungsanregungen für die Technik anbieten. Die hiervon abgeleitete Wissenschaftsdisziplin Bionik befasst sich systematisch mit der technischen Umsetzung und Anwendung von Konstruktionen, Verfahren und Entwicklungsprinzipien biologischer Systeme.


Die biologische Evolution als universeller Selbstorganisationsprozess, der ständig neue Strukturen hervorbringt, ist eine „unerschöpfliche Innovationsquelle“ für eine sanfte, zukunftsorientierte Technik. Unbestritten ist, dass dieser Prozess ständig neue „genetische Erfindungen“ hervorbringt und damit effiziente Strukturen als potentielle Vorbilder für technische Lösungen schafft. In der belebten Natur ist der Reichtum an effizienten Strukturen unermeßlich. Die Natur ist eine bisher zuwenig genutzte Innovationsquelle für die Technik.

 

Schülerinnen und Schüler entwickeln eine Trenn- und Sortiereinreichtung nach dem Vorbild der Mohnkapsel

 

Die Folgen menschlichen Einwirkens auf die Natur seit Beginn der industriellen Produktion und modernen Großtechnologie zeigen sich in der zunehmenden Verringerung des Regenerationsvermögens der Biosphäre. Gewinnmaximierendes Wirtschaften und die Nichtbeachtung von Systemzusammenhängen haben neben der Ignoranz der Folgen oft in eine technologische Sackgasse geführt. Außerdem ist eine Entfremdung des Menschen von der Natur durch die Technisierung aller Lebensbereiche in den Industrieländern deutlich spürbar. Medieneinwirkungen rund um die Uhr und künstlich geschaffene „lnseln“, welche oft anthropologische und arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse bei der Technikgestaltung missachten, schaffen so immer mehr Distanz zur umgebenen natürlichen Umwelt.

Aktive Lebensvorbereitung in einer von Technik geprägten Welt verlangt die Auseinandersetzung mit Zukunftstechnologien.

Die Wiederherstellung der Harmonie zwischen Mensch, Technik und Natur erfordert nicht nur ein anderes Wertebewusstsein, sondern auch distanzüberwindende Denk- und Handlungsweisen. Diese sind - falls sie ein gesellschaftliches Ziel in der Schule auszuprägen. Eine Reaktion auf diese Problematik wird durch die Konzipierung einer „Naturbezogenen Pädagogik“ eingeleitet. Naturbezogenheit als Leitprinzip wird deshalb für den Fächerkanon der Schule ein notwendiges Erfordernis. Auf den Werk- und Technikunterricht bezogen, würde eine naturorientierte Bildung die beiden Realitätsbereiche „Natur“ und „Technik“, die durch Fachdisziplinen künstlich getrennt sind, als Einheit betrachten und die Faszination des Natürlichen mit dem Technischen verknüpfen und damit der Entfremdung entgegenwirken.


Aktive Lebensvorbereitung in einer von Technik geprägten Welt verlangt die Auseinandersetzung mit Zukunftstechnologien.

Die Wiederherstellung der Harmonie zwischen Mensch, Technik und Natur erfordert nicht nur ein anderes Wertebewusstsein, sondern auch distanzüberwindende Denk- und Handlungsweisen. Diese sind - falls sie ein gesellschaftliches Ziel in der Schule auszuprägen. Eine Reaktion auf diese Problematik wird durch die Konzipierung einer "Naturbezogenen Pädagogik" eingeleitet. Naturbezogenheit als Leitprinzip wird deshalb für den Fächerkanon der Schule ein notwendiges Erfordernis. Auf den Werk- und Technikunterricht bezogen, würde eine naturorientierte Bildung die beiden Realitätsbereiche „Natur“ und „Technik“, die durch Fachdisziplinen künstlich getrennt sind, als Einheit betrachten und die Faszination des Natürlichen mit dem Technischen verknüpfen und damit der Entfremdung entgegenwirken.

 

Bionischer Denk- und Handlungsprozess

 
Aktive Lebensvorbereitung in einer von Technik geprägten Welt verlangt die Auseinandersetzung mit Zukunftstechnologien.

Die Wiederherstellung der Harmonie zwischen Mensch, Technik und Natur erfordert nicht nur ein anderes Wertebewusstsein, sondern auch distanzüberwindende Denk- und Handlungsweisen. Diese sind - falls sie ein gesellschaftliches Ziel in der Schule auszuprägen. Eine Reaktion auf diese Problematik wird durch die Konzipierung einer „Naturbezogenen Pädagogik“ eingeleitet. Naturbezogenheit als Leitprinzip wird deshalb für den Fächerkanon der Schule ein notwendiges Erfordernis. Auf den Werk- und Technikunterricht bezogen, würde eine naturorientierte Bildung die beiden Realitätsbereiche „Natur“ und „Technik“, die durch Fachdisziplinen künstlich getrennt sind, als Einheit betrachten und die Faszination des Natürlichen mit dem Technischen verknüpfen und damit der Entfremdung entgegenwirken.

Bionischer Denk- und Handlungsprozess

Die Bionik als vernetzende Wissenschaftsdisziplin würde dadurch in den Mittelpunkt der Betrachtungen rücken, indem sie geeignete Inhaltselemente für einen solchen Unterricht liefert. Sie ist damit ein Lernbereich, der zur Lösung technischer Probleme anregt. Biologische Systeme, als Vorbilder im technischen Problemlösungsprozess genutzt, können so dazu beitragen, die Distanz zur Natur überwinden zu helfen. Durch bionisches Denken und Handeln werden bei den Lernenden Fähigkeiten zu komplexen und vernetzten Denkweisen auf der Basis des „Ineinanderübergehens“ von Technik und Natur herausgebildet, die auch zur Ausprägung eines fächerübergreifenden Entwicklungsdenkens führen können. Dadurch wird auf elementarer Stufe ein „kreatürliches Verhältnis“ zur Natur herausgebildet, welches den Reichtum an Pflanzen und Tieren auch als potentielle Anregungsquelle für technisches Gestalten einschließt. Nachfolgend soll diese Seite naturbezogener Pädagogik an Beispielen und Prinzipien dargestellt werden.

Schulklasse im Naturkundemuseum

 

Von der Seeigelschale zur Domkuppel

 

Übertragen von Naturprinzipien für technische Anwendungen

Schulversuche zum erfindenden Lernen

 

Prinzipien naturorientierter Technikbildung

Das Leitprinzip „Naturbezogenheit“ kann für die Prozessgestaltung des Technikunterrichtes in einzelne Prinzipien konkretisiert und aufgegliedert werden. Diese sind dann für die didaktische Gestaltung und inhaltliche Linienführung nutzbar.

Interesse für die Vielfalt, Schönheit, Funktionalität und Effektivität biologischer Strukturen wecken

Das Staunen und Wundern über die sinnlich-ästhetischen Formen und Leistungen von Pflanzen und Tieren ist vielfach der Ausgangspunkt für technisches Problemlösen. Es soll Motivationen auslösen, an Interessen anknüpfen und so die Problemfindung nachhaltig beeinflussen. So stellen die auf der Erde bisher beschriebenen 1,5 Millionen Tier- und ca. 0,5 Millionen Pflanzenarten ein potentielles Reservoir für technische Lösungsmöglichkeiten dar. Millionen Jahre evolutionärer Naturprozesse brachten biologische Strukturen von überströmender Vielfalt und Fülle hervor, die sich als Gestaltungsanregungen für die Technik anbieten.

Problemlösefähigkeit fördern

Im Allgemeinen ist das Erkennen der Naturformen, das Vordringen zum Prinzip durch Analogie und Abstraktion und dessen kreative Umsetzung in eine technische Lösung die konkrete und praktische Anwendung des Erkenntnisprozesses. Es müssen also zuvor ähnlich funktionierende Systeme aus der Natur analysiert und deren Struktur abstrahiert werden, um das zugrundeliegende Prinzip aufzudecken. Dieses so gewonnene Prinzip kann durch Variation und/oder Kombination von Strukturelementen auf der Grundlage zu realisierender Anforderungen, Bedingungen und Wünsche in eine technische Lösung umgesetzt werden.

Experimentierfreude fördern

Die Erkenntnis des Funktionsprinzips einer biologischen Struktur kann durch das Experiment unterstützt werden. So sind die Lernenden viel besser in der Lage, die technische Lösung funktionsgerecht zu modellieren, wenn sie das Funktionsprinzip verstanden haben. Durch Freihandexperimente ist es möglich, ein erstes Funktionsverständnis zu erlangen und geistige und praktische Tätigkeit zu vereinen.

Vernetztes Denken zwischen ökologischen und ökonomischen Sachverhalten fördern

Das Grundprinzip der lebenden Natur, mit einem Minimum an Material und Energie ein Maximum an Leistung zu erreichen, wird zum Leitprinzip bei der Gewinnung von Lösungsideen. Es basiert auf der Erkenntnis, dass die Materialausnutzung in biologischen Systemen durch optimale Anordnung erreicht wird. Beispiele dafür sind Blatt- und Stengelprofile, die tragenden Knochen des Skeletts oder auch die Flügel und Panzer der Insekten.

Bitte informieren Sie sich eingehender auf den Seiten des BIOKON - Standortes Münster external link. Dort finden Sie unter anderem auch eine Sammlung von Schulversuchen und Experimenten zur Bionik.

Literatur:

Hill, B. (2001). Naturorientiertes Lernen - von der Natur lernen.- In: Tagungsband zum 8. Energietag: Fachtagung für den bildenden Bereich in Thüringen, Paetec: Berlin, S. 54 - 60.

Hill, B. (2002). Frag' die Natur - Eine Einführung in Naturorientiertes Lernen. - Verlag Franzbecker: Hildesheim, Berlin.

 

 

Strategie des Naturorientierten Lernens

Wird Bionik als Inhaltselement in den Technikunterricht integriert, befähigt er die Lernenden u. a.

zur Analogiebildung zwischen technischen und biologischen Systemen auf der Grundlage der Kategorien Funktion, Struktur und Prozess
zur Vorausschau durch Ableitung ökologischer Zielstellungen, um Technik in Einklang mit der Natur zu bringen
zu Einsichten in elementare Entwicklungsmechanismen und zu Haltungen, die Welt der Technik naturorientiert zu gestalten.

Mehr zum naturorientierten Lernen...


Entdeckendes Lernen + Erfindendes Lernen
= Naturorientiertes Lernen

Diese Befähigung ist immanenter Bestandteil der Strategie des Naturorientierten Lernens. Ihr Wesen besteht darin, dass Schüler sich Technikverständnis dann effektiv aneignen, wenn ihnen Gelegenheit gegeben wird, elementare Technik „wiederzuerfinden“. Technik wird auf diese Weise von ihrer ursprünglichen Idee her und durch aktiven Nachvollzug des Entstehungsprozesses begriffen. Der Aneignungszugang erfolgt nicht von der vorhandenen Struktur des Systems her, sondern von seiner Entwicklung. Die lebende Natur kann dabei eine wertvolle und anregende Lösungshilfe sein.

 

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